Technik
So wählen Sie die richtige Überwachungskamera
| DAHIGO Systems
Die Entscheidung für eine Überwachungskamera ist schnell getroffen. Komplizierter wird es, wenn die Wahl eines konkreten Produkts ansteht. Denn der Markt bietet nicht nur eine Vielzahl von Herstellern, sondern auch die verschiedensten Kameratypen. Am gängigsten sind derzeit Bullet-, Dome- und Turret-Kameras. Doch welche davon ist die beste? Das hängt ganz vom geplanten Einsatzbereich ab.
Bullet-, Dome- und Turret-Kameras: innovative Technik für verschiedene Bereiche.
Für jede der drei Formen sind hochqualitative Produkte verfügbar, die technisch auf dem neusten Stand sind. Die Hauptunterschiede zwischen den drei Varianten liegen in Form, Aussehen und Funktion. Die Unterschiede bei der Form lassen sich auf den ersten Blick erkennen – und geben den verschiedenen Varianten ihren Namen.
Bullet-Kameras:
Bullet-Kameras verfügen über eine längliche, zylinderartige Form, die an eine Patronenhülse erinnert. Durch dieses Design sind sie in der Regel sehr gut sichtbar und zur Abschreckung geeignet. Bullet-Kameras kommen häufig im Außenbereich zum Einsatz, wo sie zusätzlich durch ihre Robustheit und große Reichweite punkten.
Dome-Kameras:
Dome-Kameras weisen ein kuppelförmiges Design (engl. dome = Kuppel) auf. Sie kommen bevorzugt in Innenbereichen zum Einsatz, etwa bei der Überwachung von Wohnhäusern, Gewerbeimmobilien und Geschäften. Ihr Vorteil besteht darin, dass die Ausrichtung der Kamera durch ihre runde Form schwerer erkennbar ist. Sie eignen sich dadurch perfekt für alle Bereiche, in denen Diskretion gefragt ist.
Turret-Kameras:
Bei Turret-Kameras sitzt das Objektiv auf einer flexiblen Haltung, das Schwenks in alle Richtungen zulässt – damit erinnert die Form der Kamera an einen drehbaren Geschützturm (engl. turret). Bezüglich der Sichtbarkeit bietet die Turret-Kamera einen Mittelweg zwischen der auffälligeren Bullet-Kamera und der diskreteren Dome-Kamera. Turret-Kameras kommen im Innen- wie im Außenbereich zum Einsatz und zeichnen sich vor allem durch ihre extrem flexible Anpassung aus.
Die Wahl des richtigen Produkts für Ihr Gebäude.
Geht es um die Entscheidung für eine konkrete Variante, hilft eine kompetente Beratung durch einen Fachbetrieb. Im Rahmen des Beratungsgesprächs werden systematisch alle Punkte abgefragt, die für den Einsatz bei Ihnen im Unternehmen relevant sind. Dazu zählen:
a) Anforderungen an die Sichtbarkeit:
In manchen Bereichen geht es vor allem um Abschreckung. Dann ist eine deutlich sichtbare Bullet-Kamera ideal. Sie eignet sich perfekt für die Überwachung von großen Flächen und dunklen Gebäuden, etwa Lagerhäusern, Fabriken und Parkplätzen. In Innenräumen sind dagegen meist die unauffälligen und damit diskreteren Bullet- und Dome-Kameras gefragt.
b) Vandalismus-Gefahr:
Bei der Wahl des geeigneten Systems für die Videoüberwachung muss auch das Risiko von Vandalismus einbezogen werden. Bullet-Kameras sind anfälliger, da das Objektiv frei zugänglich ist. Bei Dome-Kameras bietet die Kuppel zusätzlichen Schutz gegen Beschädigungen.
c) Anpassung:
Ebenfalls zu bedenken: der zu überwachende Bereich und die dafür notwendige Neigung. Die größte Flexibilität hinsichtlich der Anpassung bieten Turret-Kameras, da sie über drei Achsen verfügen, gefolgt von Dome-Kameras, bei denen eine einfache Neigung und Drehung innerhalb der Kuppel möglich ist. Die Bullet-Kamera bietet mit ihrer einfachen Neigung oder festen Ausrichtung die geringste Flexibilität bezüglich der Ausrichtung.
d) Sichtweite und Nachtsicht:
Je nach Einsatzort müssen Kameras zur Videoüberwachung unterschiedliche Anforderungen an die Sichtweite und den Einsatz bei Dunkelheit erfüllen. Bezüglich der Reichweite punktet eindeutig die Bullet-Kamera. Sie verfügt im Vergleich zu Dome- und Turret-Kamera über die größte Linse und ist damit in der Lage den größten Bereich abzudecken. Als überlegen erweist sich die Bullet-Kamera auch in punkto Nachtsicht: Sie verfügt in der Regel über Full-Color Nachtsicht mit verschiedenen Sensoren sowie einem großen Dynamikbereich. Diese Features sorgen für eine breite Überwachung und klare Videoaufnahmen.
e) Blendeffekte:
Störende Blendeffekte entstehen bei Videoüberwachungskameras in erster Linie durch direkte Sonneneinstrahlung, Scheinwerfer und Reflexionen von Lichtquellen. Bei der Wahl der passenden Kamera muss beachtet werden, wie anfällig der jeweilige Typ ist und ob er sich damit für den geplanten Einsatzbereich eignet. Am blendempfindlichsten sind Dome-Kameras, da es durch die Reflexionen innerhalb der Kuppel zu Blendungen kommen kann. Sie eignen sich deshalb speziell für den Innenbereich. Die häufig im Außenbereich eingesetzte Bullet-Kamera ist aufgrund ihres Designs weniger anfällig gegenüber Blendeffekten.
f) Einsatz in Innenräumen vs. Installation im Freien:
Soll eine Kamera im Außenbereich zum Einsatz kommen, muss sie vor allem robust und wetterbeständig sein. Für alle drei Kameratypen gibt es inzwischen Varianten, die diese Anforderung erfüllen. Ist die Entscheidung für eine Bullet-, Dome- oder Turretkamera gefallen, geht es also in erster Linie um die Wahl des passenden Modells. In Innenräumen werden häufig Dome- und Turret-Kameras bevorzugt, da sie unauffälliger sind und damit weniger stark ablenken.
g) Individuelle Komplettlösungen für den perfekten Schutz:
Sind diese Grundfragen geklärt, geht es ans Finetuning. Nun sind zusätzliche notwendige Funktionalitäten zu klären, wie etwa Infrarot-LEDS für klare Schwarz-Weiß-Aufnahmen auch bei Dunkelheit und schlechten Lichtverhältnissen. Alternativ gibt es LowLight Hybrid Systeme, die eine Farbaufnahme bei Nacht ermöglichen. Weiter geht es mit den Anforderungen an Zoom, Mikrofone, Bewegungserkennung, Schutz gegenüber Manipulation, Wartungsaufwand, etc.
h) Ein weiteres großes Thema: Netzwerk- vs. Analoganschluss:
Hier ist der Trend deutlich erkennbar: In den letzten Jahren haben sich sogenannte IP-Kameras klar gegenüber analogen Lösungen durchgesetzt. Die Netzwerk- oder Internet Protocol Kameras (kurz: IP-Kameras) nutzen ein Internetprotokoll (IP) und senden die aufgezeichneten Daten kabellos über ein Netzwerk. Die Verbindung erfolgt dabei über das lokale Netzwerk oder das Internet. Damit bieten IP-Kameras derzeit das höchste Maß an Bedienkomfort und Flexibilität bei der Steuerung. Das beinhaltet auch Remote-Lösungen, die das Betrachten der Aufzeichnungen in Echtzeit erlauben.
Bei DAHIGO systems beraten wir Sie umfassend und kompetent zu sämtlichen Fragestellungen im Bereich Video- und Überwachungssysteme. Dabei haben wir weit mehr als nur die notwendigen Kameras im Blick! Denn die beste Kamera-Lösung nutzt für die Gesamtsicherheit Ihres Unternehmens wenig, wenn es Schwachstellen bei der Zugangskontrolle gibt oder das Netzwerk über keinen ausreichenden Schutz verfügt. Auf Wunsch analysieren wir deshalb gemeinsam mit Ihnen die Sicherheit Ihrer gesamten IT-Infrastruktur, schließen konsequent Lücken und sichern Sie effektiv gegen Gefahren verschiedenster Art ab.
Als Systemhaus bieten wir Ihnen Komplettservice aus einer Hand, angefangen von der Beschaffung der passenden Geräte über die Installation bis hin zur Einbindung in Ihr Netzwerk. Um einen störungsfreien und verlässlichen Betrieb zu garantieren, arbeiten wir ausschließlich mit namhaften Herstellern wie Hikvision zusammen. Diese bieten eine breite Palette an unterschiedlichen Geräte-Optionen. So stellen wir sicher, dass sämtliche Komponenten miteinander kompatibel sind und eine Erweiterung oder Ergänzung stets möglich ist. Dieses Vorgehen erlaubt es Ihnen, auf neue Anforderungen schnell zu reagieren und bei Bedarf unkompliziert nachzurüsten.
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